Ein schwarzweißes 3D Rendering einer Anlage zur pneumatischen Förderung.

Pneumatische Förderung

Pneumatische Fördersysteme und Staubsauganlagen für Ihr Schüttgut

Eine pneumatische Förderung ist die wirtschaftlichste Art Pulver und Granulate über größere Strecken schonend, sowohl horizontal als auch vertikal, zu transportieren. Die Transportgeschwindigkeiten werden den technischen Erfordernissen und den Produkteigenschaften angepasst. Ob reine Flugförderung oder eine Dichtstromförderung: Wir bieten Ihnen alle technischen Lösungen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in unserem umfangreich ausgestatteten Technikum Tests mit Ihrem Produkt durchzuführen. Dies unterstützt die Planung für Ihre pneumatische Förderanlage.
Zusätzlich bieten wir Staubsaugsysteme in mobiler und stationärer Ausführung. Sie gewährleisten die effektive Reinigung komplexer Industrieanlagen und überzeugen unsere Kunden und Kundinnen durch ihre sichere, umweltfreundliche Technik, die hochwertige Verarbeitung sowie die langlebige Qualität.

Vorteile für Ihr Schüttgut-Handling

Optimales Förderprinzip für Schüttgut

Wir finden die geeignete Ausführung für Ihre Branche und Anforderung.

Geschlossene und staubfreie Systeme

Selbst schwierigste Schüttgüter werden sauber und sicher transportiert.

Beste Anlagenverfügbarkeit

Durch individuell geplante Systeme und Tests in unserem Technikum.

Langlebige und standfeste Anlagen

Bewährte Anlagenausführung mit zuverlässigen Bauteilen namhafter Hersteller.

Unsere Förder- und Sauganlagen

Nahaufnahme einer Anlage für die Drucksendegefäßförderung.

Drucksendegefäßförderung

  • Für die Dichtstrom- oder Pfropfenförderung
  • Schonende Druckförderung der Produkte durch langsame Fördergeschwindigkeit
  • Geringer Verschleiß der Förderkomponenten
  • Sehr lange Förderwege (bis ca. 250 m) mit variabler Rohrleitungsverlegung
  • Sehr hohe Förderleistungen (bis ca. 50 t/h) durch hohe Produktbeladung
  • Niedrige Energiekosten aufgrund der geringen Luftmengen, die benötigt werden
  • Verwendung des vorhandenen Druckluftnetzes oder durch Gebläse
  • Förderung in mehrere Empfangsstellen mit nur einem Drucksender
Ein Zellenradschleusenförderer auf engem Raum in einer Industriehalle.

Zellenradschleusenförderung

  • Kostengünstige Alternative zur Drucksendegefäßförderung
  • Einfache und platzsparende Installation des Systems
  • Variable Einstellung der Förderleistung durch Drehzahlverstellung der Zellenradschleuse
  • Lange Förderwege (bis ca. 150 m) mit variabler Rohrleitungsverlegung
  • Hohe Förderleistungen (bis ca. 30 t/h) durch optimale Förderwege möglich
  • Beschickung mehrerer Empfangsstellen mit nur einer Zellenradschleuse
  • Beste Ersatzteilverfügbarkeit durch den Einsatz namhafter Hersteller
Ein Vakuumförderer Typ VFS in der Produktionshalle eines Chemiekonzerns.

Vakuumförderung Typ VFS

  • Unsere Empfehlung für die chemische Industrie
  • Batchbetrieb der Anlage für Pulver und Granulate
  • Filtersystem komplett in Edelstahl – Sintermetall
  • Absolut gasdicht, dadurch Intertisierung des Systems und Abreinigung mit Stickstoff möglich
  • Nassreinigung des Abscheidebereichs mit integrierten Reinigungsdüsen
  • Förderwege (bis ca. 50 m) mit variabler Rohrleitungsverlegung über feste Rohre oder verschleißfeste Förderschläuche
  • Förderleistungen bis ca. 3 t/h
  • Förderung der Produkte von mehreren Aufgabestellen zu einer Empfangsstelle
Eine Saugförderanlage mit mehreren Aufgabestellen.

Saugförderung über Aufgabeschleuse oder Injektor

  • Kontinuierlicher Betrieb der Saugförderanlage
  • Einfache und platzsparende Installation des Systems
  • Absolut staubdicht durch ständigen Unterdruck im System
  • Variable Einstellung der Förderleistung durch Drehzahlverstellung der Austragsschleuse
  • Lange Förderwege (bis ca. 120 m) mit variabler Rohrleitungsverlegung
  • Gute Förderleistungen (bis ca. 10 t/h) durch optimale Förderwege
  • Förderung der Produkte von mehreren Aufgabestellen zu einer Empfangsstelle
  • Einsatz namhafter Komponentenhersteller
Eine stationäre Staubsauganlage in einer Produktionshalle.

Stationäre Staubsauganlage

  • Verbesserung der Hygieneanforderungen, wenn Sie die Zentralstaubsauganlage nachrüsten
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen, durch individuell geplante Staubsaugsysteme
  • Robuste Bauweise für höchste Belastungen im Dauerbetrieb
  • Minimaler Personalaufwand dank mehrerer Absaugstellen
  • Mehr Sauberkeit durch geschlossene Staubentsorgungs- und Rückführungssysteme
  • Erhöhung der Standzeiten durch Reduzierung der Filterbeanspruchung über Vorabscheider
  • Hohe Sauglänge bis 400 m
Eine mobile Staubsauganlage vor dem EMDE Firmengebäude.

Mobile Staubsauganlage

  • Verhinderung von Brand- und Staubexplosionsgefahr durch Reduzierung der Staubansammlungen
  • Filtersysteme in druckstoßfester Ausführung, für einen sicheren Betrieb
  • Flexible Lösung für den Einsatz an mehreren Rohrleitungsnetzen
  • Netzunabhängiger Betrieb durch Stromerzeuger und Kompressor realisierbar
  • Kostengünstige Platzierung des Filtersystems außerhalb des Gebäudes
Ein grüner Roboterarm.

Gemeinsam Lösungen finden.

Ob Komponenten, Anlagen oder schlüsselfertige Komplettlösungen „as a service“: Lassen Sie sich von unseren Schüttgut-Experten zu Ihren Herausforderungen beraten.

Sprechen Sie uns an

Unsere Lösungen im Einsatz

Druckförderung
Vakuumförderung
Zellenradschleuse
Stationäre Staubsauganlage
Mobile Staubsauganlage

Anforderung

Empfindliche Vorprodukte müssen in einem Chemiewerk über eine lange Strecke schonend gefördert werden.

Die Lösung

  • Da Drucksender mit geringer Geschwindigkeit fördern, eignen sie sich besonders für den schonenden Transport über lange Strecken.
  • An der zentralen Aufgabestelle werden die Drucksendegefäße befüllt und je nach Anforderung zu den Empfangsstellen gefördert.
  • Die Verteilung auf die einzelnen Leitungsstränge übernehmen 2-Wege-Weichen.
Eine Druckförderanlage in einem Chemiewerk.

Anforderung

Die Nachfüllung mehrerer Dosierbehälter mit stark staubenden und sehr feinen Metalloxiden.

Die Lösung

  • Ein Vakuumsaugförderer mit 7µm Sinterrmetallfilter aus Edelstahl.
  • Eine Förderleistung 80 kg/h bei einem Förderweg von etwa 25 m.
  • Die Verteilung auf 2 Dosierstellen mittels Rohrweiche.
Ein Vakuumsaugförderer in einer Produktionshalle.

Anforderung

Bei der Herstellung von Kabeln müssen Kunststoffgranulate in unterschiedlichen Mengen über lange Strecken zu verschiedene Extrudern transportiert werden.

Die Lösung

  • Je nach Bedarf werden die einzelnen Granulate gewichtsabhängig dosiert.
  • Die Aufgabe in die Förderleitung erfolgt über eine Durchblasschleuse.
  • Die Förderluft wird vorher gekühlt, um Stränenbildung und Engelshaar zu verhindern.
Nahaufnahme einer Zellenradschleuse mit Durchblasschleuse.

Anforderung

In Kraftwerken fällt sehr viel feiner Kohlestaub an, der leicht brennbar ist und daher regelmäßig entfernt werden muss.

Die Lösung

  • Im Kraftwerk wurde ein mehrere hundert Meter langes Rohrleistungsnetz verlegt, das viele Saugstellen mit selbstschließenden Ventilen hat.
  • An das Rohrleistungsnetz können an 2-3 unterschiedlichen Stellen gleichzeitig Schläuche mit Bodensaugern angeschlossen werden.
  • Der Staub wird in einem Empfangsbehälter mit Filter gesammelt und gelangt über eine Klappenschleuse in einen Befeuchtungsmischer.
  • Der angefeuchtete Staub wird der Verbrennung zugeführt.
Eine stationäre Staubsauganlage in einem Kraftwerk.

Anforderung

In Kraftwerken fällt sehr viel Staub an Stellen an, die weit auseinanderliegen. Gewünscht ist eine Lösung, die die einfache Reinigung dieser Stellen ermöglicht.

Die Lösung

  • Mobile Staubsauger werden zu Sammelstellen für Saugleitungen gebracht und dort angeschlossen. Sie benötigen lediglich einen Stromanschluss und arbeiten dann vollkommen autark.
  • Zur Entleerung werden sie zu Andockstellen gezogen. Dort wird der gesammelte Staub ausgetragen, mit Wasser vermischt und als erdfeuchtes Material der frischen Kohle zugemischt.
Eine mobile Staubsauganlage im Außenbereich eines Industrieunternehmens.

Anwendungsbereiche

Der Außenbereich eines Baufstoffunternehmens am Morgen.

Baustoffe

Ein komplexer Chemie-Industriepark bei Sonnenaufgang.

Chemie

Eine Person hebt Kunststoffgranulat aus einem großen Haufen in einer Industriehalle.

Kunststoffe

Offene Fässer mit Lebensmitteln wie Bohnen, Linsen und Körnern als Schüttgut.

Lebensmittel

Der Mitarbeiter eines Recyclingunternehmens beobachtet die Anhäufung von Abfällen in einer Halle.

Recycling & Umwelt

Unsere Solutions

Ein Icon zur Darstellung des Füllvorgangs.

Füllen

Eichgenaue Befüllsysteme für Big Bags, Container, Fässer oder Oktabins.

Lösungen ansehen
Ein Icon zur Darstellung der Entleerung.

Entleeren

Anlagen zur staubfreien Entleerung von Big Bags, Containern, Fässern und Oktabins. Entdecken Sie jetzt unsere Big Bag Entleerstation.

Lösungen ansehen
Ein Icon zur Darstellung der Förderung und Dosierung.

Fördern / Dosieren

Für Ihren Anwendungsfall gefertigte Fördersysteme und Dosieranlagen.

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Ein Icon zur Darstellung vom Chargieren, Mischen und Zerkleinern.

Chargieren / Mischen / Zerkleinern

Unsere Lösungen dosieren, mischen und zerkleinern Ihr Schüttgut.

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Kontakt

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Häufige Fragen zur pneumatischen Förderung

Die pneumatische Förderung ist bei EMDE Automation ein Kernbaustein für staubarmes Schüttguthandling in Chemie, Baustoffen, Recycling und Lebensmittel. Die 15 Fragen bündeln Systemwahl, Verfahrensgrenzen, Schüttgut-Eignung, ATEX-Auslegung und Einbindung in komplette Schüttgut-Anlagen aus dem Werk in Nassau.

Wie funktioniert die pneumatische Förderung von Schüttgütern?

Die pneumatische Förderung transportiert Schüttgüter mit Gas, meistens Luft, mittels Über- oder Unterdruck durch ein geschlossenes Rohr- oder Schlauchsystem. Nach der grundlegenden Definition der Fachliteratur werden vier Grundformen nach Gasgeschwindigkeit und Beladung unterschieden: Flug-, Strähnen-, Pfropfen- und Fließförderung. Bei EMDE Automation deckt das Portfolio die vier praxisrelevanten Systeme Drucksendegefäßförderung, Zellenradschleusen-Druckförderung, Saugförderung und Vakuumförderung Typ VFS ab. Das geschlossene Rohrleitungsprinzip macht das Verfahren staubfrei und flexibel bei der Streckenführung.

Worin unterscheiden sich Druckförderung und Saugförderung?

Druckförderung und Saugförderung unterscheiden sich im Druckvorzeichen und in der Grundlogik: Bei der Druckförderung drückt Überdruck das Schüttgut vom Aufgabepunkt weg und erreicht damit die größten Distanzen (bei EMDE bis ca. 250 m in der Drucksendegefäßförderung); bei der Saugförderung zieht Unterdruck das Gut an und ist durch den ständigen Unterdruck absolut staubdicht. Nach der Systematik der K-Zeitung eignet sich die Druckförderung besonders, wenn von einer Aufgabestelle auf mehrere Abgabestellen gefördert wird, während die Saugförderung ihre Stärken ausspielt, wenn mehrere Aufgabestellen auf eine Abgabestelle konsolidiert werden.

Wann setzen Sie Dichtstromförderung und wann Flugförderung (Dünnstromförderung) ein?

Die Dichtstromförderung transportiert Schüttgut mit niedriger Fördergeschwindigkeit und hoher Beladung besonders schonend, die Flugförderung mit deutlich höherer Luftgeschwindigkeit und geringerer Beladung. Fachlich liegt die Gasgeschwindigkeit bei der Flugförderung typisch über 20 m/s bei Beladungen unter 15 kg/kg, während die Dichtstromförderung im Bereich von etwa 3 bis 10 m/s mit Beladungen bis zu 100 kg/kg arbeitet. Das Fachmedium Process bestätigt, dass die geringe Feststoffgeschwindigkeit der Dichtstromförderung Schüttgut deutlich schonender transportiert.

Ist die pneumatische Förderung ein geschlossenes, staubfreies System?

Die pneumatische Förderung erfolgt in einem geschlossenen Rohrleitungssystem und ist dadurch staubfrei. Das Fachmedium Solids Recycling Technik bringt den Kernvorteil auf den Punkt: In einem geschlossenen System gibt es keine Übergabepunkte, die entstaubt werden müssen, und Kreuzkontaminationen werden vermieden. EMDE Automation nutzt dieses Prinzip als Grundlage für staubarmes Schüttguthandling in Chemie, Batterie-Rohstoffen und Lebensmitteln. Saugförderanlagen sind durch den permanenten Unterdruck zusätzlich absolut staubdicht.

Welche Förderweiten erreichen die pneumatischen Fördersysteme von EMDE?

Die erreichbaren Förderweiten der pneumatischen Fördersysteme von EMDE reichen von 50 m bis 250 m, abhängig vom gewählten Verfahren. Nach den Angaben von EMDE Automation auf der Produktgruppenseite Pneumatische Förderung reicht die Drucksendegefäßförderung bis ca. 250 m, die Zellenradschleusen-Druckförderung bis ca. 150 m, die Saugförderung bis ca. 120 m und die Vakuumförderung Typ VFS bis ca. 50 m. Die konkret erreichbare Strecke ist schüttgut- und auslegungsabhängig; bei stark abrasiven oder hygroskopischen Materialien reduziert sich die praktische Reichweite.

Welche Förderleistungen erreichen die pneumatischen Fördersysteme von EMDE?

Die erreichbaren Förderleistungen der pneumatischen Fördersysteme von EMDE liegen zwischen 3 t/h und 50 t/h, gestaffelt nach Verfahren. Herstellerangaben von EMDE Automation nennen für die Drucksendegefäßförderung bis ca. 50 t/h, für die Zellenradschleusen-Druckförderung bis ca. 30 t/h und für die Vakuumförderung Typ VFS bis ca. 3 t/h. Der reale Durchsatz hängt von Schüttdichte, Förderweite und Anlagenauslegung ab und wird bei EMDE pro Projekt individuell dimensioniert. In der Praxis läuft die Auslegung auf einen Kompromiss zwischen Durchsatz, Verschleiß und Fördergeschwindigkeit hinaus.

Wofür eignet sich die Vakuumförderung vom Typ VFS?

Die Vakuumförderung vom Typ VFS ist bei EMDE ausdrücklich für die chemische Industrie entwickelt und arbeitet als geschlossenes Vakuum-Förderverfahren über kürzere Distanzen bis ca. 50 m und Durchsätze bis ca. 3 t/h. Grundlage der Baureihe ist ein Filtersystem, das vollständig aus Edelstahl-Sintermetall gefertigt ist und absolute Gasdichtheit inklusive Stickstoff-Inertisierung sowie Nassreinigung des Abscheidebereichs erlaubt. Nach der zum Vakuumförderer strömt selbst bei Mikroleckagen Luft nach innen, sodass toxische oder kontaminierte Stäube physikalisch nicht in die Produktionsumgebung entweichen. Für Chargenbetrieb mit sensiblen Pulvern und Granulaten ist der VFS damit die Empfehlung von EMDE.

Warum besteht das Filtersystem der VFS-Vakuumförderung vollständig aus Edelstahl-Sintermetall?

Das Filtersystem der EMDE-Vakuumförderung Typ VFS besteht vollständig aus Edelstahl-Sintermetall, weil nur ein metallischer, gesinterter Filter absolute Gasdichtheit, Inertisierung mit Stickstoff und eine anschließende Nassreinigung des Abscheidebereichs zulässt. Textile Filtermedien scheiden für Stickstoff-Inertisierung und Nassreinigung aus. Sintermetall-Filter halten den Anforderungen der chemischen Industrie an Reinigbarkeit, chemische Beständigkeit und Kreuzkontaminationsschutz stand. Damit ist die VFS-Baureihe für Batchbetrieb mit sensiblen Chemie-Pulvern geeignet.

Wie fördern Sie bruchempfindliche Schüttgüter besonders produktschonend?

Bruchempfindliche Schüttgüter werden mit niedriger Fördergeschwindigkeit im Dichtstromverfahren transportiert, um Kornbruch und Produktschädigung zu minimieren. Fachliteratur zur Fördertechnik empfindlicher Produkte ordnet die Dichtstromförderung mit niedriger Luftgeschwindigkeit und Pfropfenförderung als das bevorzugte Verfahren ein, wenn Verschleiß und Bruch bei sensiblen Schüttgütern reduziert werden sollen. So bleibt der Kornanteil im Zielsilo weitgehend intakt.

Eignet sich die pneumatische Förderung auch für abrasive oder hygroskopische Schüttgüter?

Ob sich abrasive oder hygroskopische Schüttgüter pneumatisch fördern lassen, hängt von Verfahren und Auslegung ab, ist aber grundsätzlich möglich. Das Fachmedium chemietechnik.de weist darauf hin, dass der Verschleiß von Krümmern und Rohrleitungen mit der dritten Potenz der Fördergeschwindigkeit zunimmt; abrasive Güter werden deshalb mit langsamen Dichtstromverfahren gefördert. Hygroskopische Schüttgüter profitieren vom geschlossenen Rohrsystem und einer vorentfeuchteten Förderluft: Nach einer Fachpublikation im Process-Magazin ist die Vorentfeuchtung der Förderluft der zentrale Hebel dafür, dass hygroskopische Pulver rieselfähig ankommen. EMDE legt Verfahren, Förderluft und Werkstoffe pro Schüttgut aus.

Welches pneumatische Förderverfahren passt zu welchem Schüttgut und welcher Förderstrecke?

Die Verfahrenswahl bei EMDE Automation folgt der Kombination aus Schüttgut-Eigenschaften, Förderstrecke und Durchsatz. Als Orientierung dient die folgende Übersicht:

 

VerfahrenFörderweiteFörderleistungTypische Anwendung
Drucksendegefäßförderungbis ca. 250 mbis ca. 50 t/hlange Strecken, ein Aufgabepunkt, viele Empfangsstellen, empfindliche Produkte
Zellenradschleusen-Druckförderungbis ca. 150 mbis ca. 30 t/hkontinuierlicher Betrieb, mittlere Distanzen
Saugförderungbis ca. 120 mbis ca. 10 t/h (schüttgutabhängig)mehrere Aufgabestellen, ein Empfangspunkt
Vakuumförderung Typ VFSbis ca. 50 mbis ca. 3 t/hBatchbetrieb, sensible Pulver

 

Die Systemkennwerte sind Herstellerangaben von EMDE und geben die Auslegungsobergrenze wieder; im konkreten Projekt entscheiden Schüttdichte, Korngröße, Abrasivität und Feuchtegehalt über die reale Konfiguration.

Wie versorgen Sie mehrere Abgabestellen mit einer pneumatischen Förderanlage?

Eine pneumatische Förderanlage von EMDE versorgt mehrere Abgabestellen über Umschaltweichen aus einer gemeinsamen Förderleitung. Am Beispielprojekt einer Druckförderanlage in einem Chemiewerk übernehmen 2-Wege-Weichen die Verteilung auf einzelne Leitungsstränge, sodass Silos, Waagen und Füllstationen bedarfsgerecht angefahren werden. Rohrweichen sind laut Fachredaktion chemietechnik.de das etablierte Bauteil, um in einem pneumatischen Fördersystem mehrere Empfangsbehälter aus einer möglichst geringen Anzahl von Rohrleitungen anzufahren. Als Teil kompletter Schüttgut-Anlagen aus einer Hand plant EMDE die Weichenlogik und Steuerung mit.

Welche Vorteile bieten Einlaufschleuse und Injektor bei der Saugförderung?

Einlaufschleusen und Injektoren übernehmen bei der Saugförderung die kontrollierte Aufgabe des Schüttguts in den Unterdruck-Förderstrom. Eine Einlaufschleuse (z.B. Zellenradschleuse) trennt den Aufgabebehälter druckdicht von der Förderleitung und dosiert das Schüttgut portioniert in den Luftstrom ein; ein Injektor arbeitet berührungsfrei und beschleunigt das Produkt über einen Venturi-Effekt. Beide Aufgabeorgane sichern eine gleichmäßige Beladung ohne Rückschlag in den Aufgabebehälter und bilden das Bindeglied zur staubdichten Saugförderung.

Lässt sich eine pneumatische Förderanlage für explosionsfähige Stäube (ATEX) auslegen?

Eine pneumatische Förderanlage lässt sich für explosionsfähige Stäube nach der ATEX-Produktrichtlinie 2014/34/EU auslegen; entscheidend ist die zonengerechte Auswahl der Betriebsmittel. Nach der Zoneneinteilung der BG ETEM müssen Anlagen in Zone 20 der Gerätekategorie II 1D, in Zone 21 der Kategorie II 2D und in Zone 22 der Kategorie II 3D entsprechen; Zone 20 gilt für dauerhaft explosionsfähige Staubatmosphären, Zone 21 für gelegentliche (10 bis 1.000 h/Jahr), Zone 22 für selten oder kurzzeitig auftretende (unter 10 h/Jahr). Bei EMDE Automation erfolgt die ATEX-Auslegung anlagenspezifisch mit Zündquellenbewertung, Materialauswahl, Erdung und ggf. Explosionsdruckentlastung. Eine pauschale Serienausstattung ist keine belastbare Grundlage für den Explosionsschutz.

Plant und fertigt EMDE pneumatische Förderanlagen als Teil kompletter Schüttgut-Anlagen aus einer Hand?

EMDE Automation plant und fertigt pneumatische Förderanlagen als Teil kompletter Schüttgut-Anlagen aus einer Hand am Standort Nassau. Das Portfolio bündelt Anlagenplanung, Fertigung aller Komponenten, Steuerungsbau, Montage, Inbetriebnahme, Bedienerschulung und weltweiten Service. Wissenschaftlich fundiert ist die pneumatische Förderung nach dem Springer-Standardwerk zur Auslegung und zum Betrieb pneumatischer Fördersysteme ein anspruchsvolles Verfahren, bei dem Fördergeschwindigkeit, Beladung und Rohrleitungsauslegung sauber ausgelegt werden müssen. Die universitäre Grundlagenliteratur des Lehrstuhls für Maschinen- und Apparatekunde der TU München systematisiert die Verfahren nach Fördergeschwindigkeit und Beladung. Ein Fachvergleich zwischen pneumatischer und mechanischer Schüttgutförderung ordnet die Verfahrenswahl entlang Materialeigenschaften, Transportdistanz und Betriebsbedingungen ein, sodass EMDE für jedes Projekt das wirtschaftlich passende Verfahren wählt.